Veranstaltungen und mehr

10. Oktober 2021, 10:00 Uhr
Treffpunkt: Gaststätte „Floßlände“ im Flößerpark an der Lechbrücke

Flitschen, triften und treideln

Aufstieg und Niedergang der Flößerei am Lechhauser Lech. „Am Ufer des Lech verstauten wir das Gepäck auf einem sogenannten Floß – eng verbundne Holzstämme, die während der Liegezeit im Hafen aufquellen, und fuhren damit, ich und andre, nach Augsburg“ (Michel de Montaigne, 1580). Dauer: 10.00 bis 12.00 Uhr. Preis: 10,- €/Person.
Seit der Römerzeit wurden Lech, Wertach und die Lechkanäle als wichtige Verkehrsadern zum Transport von Baumaterialien (Holz, Tuffstein, Kalk und Gips) und zur Versorgung der Stadt Augsburg mit Handelsgütern (u.a. Wein, Baumwolle etc.) genutzt. Zahlreiche Privilegien und Verträge mit den Anrainern regelten seit dem Mittelalter die Durchfahrtsrechte, Transportmengen und Löhne für die in der Holztrift und Frachtflößerei tätigen Arbeiter und Händler.

Während die Holztrift wegen der hohen Kosten und den häufigen Uferschäden allmählich unrentabel wurde, blieb die Lechflößerei noch bis zum Eisenbahnausbau ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. In den 1840er Jahren passierten jährlich über 4.500 Flöße und Flitschen (Kleinfloße) die Floßgasse am Hochablass. (Quelle: Stadtarchiv Augsburg)

Unser Spaziergang geht von der neuen „Floßlände“-Gaststätte zum ehemaligen Holzgarten an der Brentanostraße, zum Flößerdenkmal an der Neuburgerstraße und zur damaligen Floßabfahrtsstelle für Reisende nach Wien.
Der Spaziergang endet mit Flößerliedern „As Floß ist g’schirrt und herg’richt“

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